Verwaltungspartnerschaft mit der Ukraine zur Qualitätsinfrastruktur

Die bilaterale Verwaltungspartnerschaft des BMWE zur Stärkung des ukrainischen Qualitätsinfrastruktursystems wurde erfolgreich abgeschlossen.

Im Juni dieses Jahres fand die virtuelle Abschlussveranstaltung mit rund 20 Gästen aus dem ukrainischen Wirtschaftsministerium, der nationalen Akkreditierungsagentur der Ukraine (NAAU), den ukrainischen Metrologieinstituten sowie Fachleuten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) statt. Die Akteure würdigten die Erfolge, die im Rahmen der Verwaltungspartnerschaft erzielt wurden und betonten beidseitig die konstruktive Zusammenarbeit.

Die einjährige Verwaltungspartnerschaft zur Stärkung des Qualitätsinfrastruktursystems in der Ukraine wurde nach Unterzeichnung auf der Ukraine Recovery Conference im Jahr 2024 von der PTB und der DAkkS unter Leitung des BMWE-Referats EB6 umgesetzt. Trotz der kriegsbedingten Herausforderungen konnte das Projekt einen Beitrag zum besseren Umgang der ukrainischen Institutionen der Qualitätsinfrastruktur (QI) mit den Kriegsauswirkungen, zur Aufrechterhaltung der internationalen Akkreditierung der QI-Institutionen und zum laufenden Prozess der Annäherung der Ukraine an die Europäische Union (EU) leisten. 

Delegationsbesuch bei der DAkkS

Dazu wurden zwischen Juli 2024 und Juli 2025 umfangreiche Online-Schulungen für insgesamt 388 Teilnehmende sowie sechs Hospitationen in Deutschland durchgeführt. Um der kriegsbedingten Personalfluktuation im QI-Bereich entgegenzuwirken, wurden außerdem neue interne und externe Begutachterinnen und Begutachter der ukrainischen Akkreditierungsstelle gezielt trainiert. Ebenso wurde spezifische technische Expertise im Rahmen des Screenings des EU-Acquis Kapitels 1 und des ACAA-Abkommens in den Bereichen Metrologie und Akkreditierung bereitgestellt. 

Auch die Organisation entsprechender Abstimmungsschritte zwischen der ukrainischen Regierung und der EU-Kommission wurde unterstützt. Weiterhin wurden die ukrainischen Metrogologieinstitute bei der Integration in die europäische Metrologieorganisation EURAMET e.V. gefördert. Der Aufbau einer Peer-to-Peer Austauschplattform im Bereich Metrologie für eine bessere Flexibilität und Stabilität der ukrainischen QI trug zudem dazu bei, weitere technische Handelshemmnisse infolge des Krieges zu vermeiden. Laut den Partnern war das Projekt auch deshalb erfolgreich, weil der Arbeitsplan auf die spezifischen Bedarfe der ukrainischen Partner zugeschnitten wurde und auf beiden Seiten offen und vertrauensvoll kommuniziert wurde. Insbesondere die Kombination der Bereiche Akkreditierung und Metrologie in dieser institutionellen Partnerschaft zeigte Synergieeffekte. Sie war auch wichtig, um dazu beizutragen, dass die internationale Anerkennung der ukrainischen Qualitätsinfrastruktur trotz der Kriegssituation und dem Annäherungsprozess an die EU aufrechterhalten werden kann.

Delegationsbesuch bei der PTB

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