
Verwaltungspartnerschaften – Reformen unterstützen,
Wandel gestalten
Gemeinsame Lösungen in Zeiten des Umbruchs
Vertrauensvolle Zusammenarbeit: Erfolgsfaktoren für nachhaltige StandardS
Die individuelle Beratung und vertrauensvolle Kooperation auf Fachebene sind die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung und die Erreichung der gemeinsam definierten Ziele. Zum Beispiel arbeiten das BMWE und das Bundesamt für Materialforschung (BAM) mit dem ghanaischen Wirtschaftsministerium und der ghanaischen Standardisierungsbehörde an nachhaltigen Standards für Baustoffe. Durch die Einführung von Standards und Zertifizierungen für Baustoffe wird der Markt vor mangelhaften Produkten geschützt und der Marktzugang für Anbieter von hochwertigen und nachhaltigen Materialien, z.B. auch aus Deutschland und Europa, erleichtert.
Verwaltungspartnerschaften als Motor für grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Neben der Modernisierung und Optimierung administrativer Prozesse entstehen so Themennetzwerke und vertrauensvolle Kooperationen über Landes- und Projektgrenzen hinweg. Ursprung der Verwaltungspartnerschaften ist das EU-finanzierte Twinning-Instrument. Das BMWE hat dieses Instrument weiterentwickelt und implementiert seit 2019 auch eigene, bilaterale Partnerschaften in den Themenbereichen des Hauses. Die Nationale Kontaktstelle im BMWE koordiniert Verwaltungspartnerschaften aller Bundesministerien und Landesbehörden.
Durch gezielten Kompetenzaufbau auf institutioneller Ebene unterstützen Verwaltungspartnerschaften des BMWE Reform- und Transformationsprozesse in ausgewählten Partnerländern. Das flexible Instrument unterbreitet schnell Angebote, die den politischen Dialog durch konkrete Beratungsformate untermauern. Hierbei wird schwerpunktmäßig die Expertise öffentlich Bediensteter des BMWE oder nachgeordneter Behörden eingesetzt.
Verwaltungspartnerschaften im Geschäftsbereich des BMWE
Mit Verwaltungspartnerschaften stärkt das BMWE seine internationalen Beziehungen in den Themenbereichen Wirtschaft sowie Energie- und Klimapolitik. Dabei spielen Außenwirtschaftsförderung und die Verbesserung der Rahmenbedingungen in Zielmärkten der deutschen Wirtschaft ebenso wie Energiesicherheit und die Transformation hin zu klimaneutralen Gesellschaften eine wichtige Rolle.
Twinning im BMWE
Seit 1998 engagiert sich das BMWE gemeinsam mit den nachgeordneten Behörden in der Umsetzung von Twinning-Projekten. Im Mittelpunkt der Projekte stehen die Schwerpunktthemen des BMWE, wie Europapolitik, Energiewende, Klimaschutz, Außenwirtschaftsförderung, Mittelstandspolitik und Digitalisierung. Mit über 200 durchgeführten Twinning-Projekten gehört das BMWE zu den aktivsten Twinning-Ressorts in Deutschland und hat damit maßgeblich zur Förderung der europäischen Integration, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, beigetragen. Twinning leistet einen aktiven Beitrag für die Annäherung an den EU-Binnenmarkt, sowie zur Harmonisierung von Produktions- und Handelsstandards.
Verwaltungspartnerschaften
Projektrahmen

Peer-to-peer-Ansatz
Strategische Zielsetzung
- Wirtschafts-, energie- & klimapolitische Beziehungen festigen
- Reform- & Transformationsprozesse in Partnerländern stärken


Referat EB6
Steuerung & schnelle,
flexible Umsetzung
Gemeinsame
Absichtserklärung
& Arbeitsplan

BMWK
Geschäftsbereich

Fachexpertise
Partnerbehörde

Partnerbedarfe
Twinning Projekten
Twinning Projekte
Bilaterale Verwaltungspartnerschaften
Seit 2019 setzt das BMWE eigene bilaterale Verwaltungspartnerschaften als flexible Ergänzung zu anderen Instrumenten des Hauses um. Oft setzen sie erfolgreiche Twinnings fort, verstetigen das Erreichte und festigen die aufgebauten Beziehungen.
Die Inhalte der bilateralen Verwaltungspartnerschaften decken den gesamten Geschäftsbereich des BMWE ab. Die benötigte Expertise bieten das BMWE und nachgeordnete Institutionen. Im Vergleich zu Twinning sind die Prozesse vereinfacht und flexibler in der Anwendung sowie in der Auswahl der Themen. In Namibia unterstützen beispielsweise BMWE und Bundeskartellamt (BKartA) die Wettbewerbsbehörde und stärken so auch den internationalen Handel in und mit Namibia.
Seit Schaffung des Instruments wurden bereits mehr als 35 bilaterale Verwaltungspartnerschaften erfolgreich durchgeführt. Der regionale Fokus liegt auf Nord- und Subsahara-Afrika, dem Westbalkan, Osteuropa sowie dem Nahen Osten.
