Deutschland und Bosnien Herzegowina unterzeichneten Ab-sichtserklärung zu einer bilateralen Verwaltungspartnerschaft im Bereich regionalwirtschaftliche Entwicklung

Berlin, 6. Oktober 2026 – Deutschland und Bosnien‑Herzegowina bauen ihre Verwaltungszusammenarbeit aus. Am 6. Oktober 2026 unterzeichneten Ministerialdirigentin Dr. Nina Wunderlich, Unterabteilungsleiterin für EU-Wirtschaftspolitik, Binnenmarkt, Bilaterale Beziehungen und EU-Twinning im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), und Dr. Maida Bečirović, Sekretärin der bosnisch-herzegowinischen Agentur zur Förderung ausländischer Investitionen (FIPA), in Berlin eine Gemeinsame Absichtserklärung (Joint Declaration of Intent). Darin vereinbaren beide Seiten, im Rahmen einer bilateralen Verwaltungspartnerschaft die FIPA im weiteren Kapazitätsaufbau zu unterstützen.

Die Unterzeichnung der Absichtserklärung erfolgte zu Beginn der Sitzung der Deutsch-Bosnisch-Herzegowinischen Ständigen Arbeitsgruppe im BMWE, die von Dr. Wunderlich und Damir Arnaut, dem Botschafter von Bosnien‑Herzegowina in Deutschland, eröffnet wurde. Anschließend gaben Dr. Raphael L’Hoest (BMWE) und Dr. Bečirović einen Ausblick auf die Inhalte der künftigen bilateralen Verwaltungspartnerschaft zwischen BMWE und FIPA.

Ständige Arbeitsgruppe: Wirtschaftslage und Perspektiven der Unternehmen

An der anschließenden hybrid durchgeführten 5. Sitzung der Ständigen Arbeitsgruppe unter Vorsitz von Dr. Wunderlich und Dr. Faris Godinjak, Abteilungsleiter für Außenhandelspolitik im Ministerium für Außenhandel und Wirtschaftsbeziehungen von Bosnien‑Herzegowina, nahmen neben Vertreterinnen und Vertretern von Ministerien auch Repräsentanten von Wirtschaftskammern und Wirtschaftsverbänden beider Länder teil. Kernziel dieses Formats ist es, konkrete Anliegen von Unternehmen und strukturelle Probleme anzusprechen und pragmatische Lösungswege aufzuzeigen.

Nach einer Analyse der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland und Bosnien‑Herzegowina berichteten die Vertreter der Wirtschaftskammern und Wirtschaftsverbände über das Investitionsklima und über konkrete Anliegen der Unternehmen. Für die deutsche Seite sprachen der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, die DIHK und die AHK Bosnien und Herzegowina sowie für Bosnien‑Herzegowina die Auslandshandelskammer, die Wirtschaftskammer der Föderation und die Handelskammer der Republika Srpska.

Nächste Schritte: Arbeitsplan steht, Mission nach Sarajevo vereinbart

Bereits am folgenden Tag erarbeiteten beide Seiten einen Arbeitsplan und eine Strategie für die künftige Zusammenarbeit im Rahmen der Verwaltungspartnerschaft. Auch der nächste Termin steht schon fest: Voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember 2026 reist eine Delegation des BMWE zur FIPA nach Sarajevo, um die vereinbarten Schritte weiter zu konkretisieren.

Die Absichtserklärung ist ein weiterer Schritt, um Bosnien‑Herzegowina auf dem Weg in die Europäische Union zu unterstützen. Zugleich soll sie die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder nachhaltig stärken.

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